Chronik des Ortsverbandes

Der Bundeswettkampf 1983 in Darmstadt

Der Ortsverband Darmstadt wurde am 08. Juli 1952 gegründet. Bei der Versammlung waren mehr als 30 Interessenten anwesend und erstellten erste Pläne über aufzustellende Fachdienste und Ausbildungsrichtlinien.

Am 10. Februar 1955 wird Dipl.-Ing. Kurt Starkloff zur ersten Ortsbeauftragten für Darmstadt ernannt. Grundlegende Gerätschaften erhielt der Ortsverband noch im selben Jahr und erste Einsätze und Übungen folgten bald, so dass sich der Ortsverband Darmstadt bereits in jungen Jahren einen guten Ruf erarbeiten konnte.

Im Mittelpunkt der Ausbildungstätigkeit stand in den ersten Jahren die Heranbildung eines Kaders von Führungskräften bis zur Ebene der Unterführer. Gegenstand der zusätzlichen Ausbildungsveranstaltungen waren vor allem Führungstechnik und Rhetorik.

Ende 1969 zählt der Ortsverband Darmstadt schon 120 aktive Helfer und Helferinnen sowie einen Fahrzeugpark bestehend aus 2 Gerätekraftwagen, 2 Mannschaftskraftwagen, einen VW-Kombi mit Funk und 3 Anhänger.

Am 9. Juli 1968 tritt das „Gesetz über die Erweiterung des Katastrophenschutzes" in Kraft. Es schafft die Möglichkeit zur Verpflichtung zur Mitarbeit im Technischen Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen im erweiterten Katastrophenschutz für 10 Jahre bei Freistellung vom Wehrdienst. Dadurch wächst auch in Darmstadt die Helferzahl rasant an. Die Aufstellungsanweisung für Darmstadt sieht zunächst drei Bergungs-, einen Instandsetzungs- und einen Fernmeldezug vor. Das Darmstädter Helferpotenzial ermöglicht eine zügige Aufstellung und schon bald können die erforderlichen Fahrzeuge den Einheiten übergeben werden. Bereits Ende 1968 ist die Bergungsbereitschaft vollständig ausgerüstet.

Am 8. Januar 1971 vollzieht sich ein Wechsel an der Spitze des OV Darmstadt. Neuer Ortsbeauftragter wird Peter Merck, der dem Ortsverband bis 1995 vorstand. Er übernahm 180 aktive Helfer und Helferinnen sowie 16 Fahrzeuge.

Bereits 271 aktive Helfer konnten am 10. November 1977 das 25-jährige Jubiläum des THW Ortsverbandes Darmstadt feiern, während der Fuhrpark auf 26 Fahrzeuge angewachsen war.

Im Jahre 1983 konnte endlich die neue Unterkunft in der Eschollbrücker Strasse 24 bezogen werden. Mit der Einweihungsfeier am 28. Oktober wird auch der 30. Geburtstag des Ortsverbandes ein Jahr verspätet nachgefeiert.

Die folgenden Jahre sind geprägt von der Aus- und Weiterbildung der Helferschaft, Übungen und Einsätzen. Ein einschneidendes Ereignis ist - wie für alle Ortsverbände im Technischen Hilfswerk - das „Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk" vom 22. Januar 1990, kurz: THW-Helferrechtsgesetz, das dem einzelnen Helfer und Helferinnen umfassende Mitwirkungs- und Sicherheitsrechte einräumt.

Eine Einheit der Schnellen Einsatzeinheit Bergung Ausland (SEEBA) wird aufgrund der Nähe zum Frankfurter Flughafen und der Leistungsfähigkeit des Ortsverbandes in Darmstadt stationiert und das letzte Jahrzehnt ist unter anderem gekennzeichnet durch zahlreiche Auslandseinsätze von Darmstädter Helfern.

1995 übernimmt der langjährige Stellvertretende Ortsbeauftragte Hans-Peter Walter des Amt des Ortsbeauftragten von Peter Merck. Seiner hauptberuflichen Tätigkeit im Amt für Brand- und Katastrophenschutz ist es unter anderem mit zu Verdanken, dass der Ortsverband Darmstadt einen festen Platz im Gefüge der Darmstädter Hilfs- und Rettungsorganisationen einnehmen kann.

Die Jugendgruppe wurde im Jahre 1996 in Leben gerufen und entwickelte sich schnell zu einem festen Bestandteil des Ortsverbandes. Sie sorgt so für einen verstärkten Helfernachwuchs „aus den eigenen Reihen".

Seit Januar 2016 führt Benjamin Kaup den Ortsverband Darmstadt als Ortsbeauftragter. In der Gegenwart wirken ca. 180 Helfer und Helferinnen aktiv im Ortsverband Darmstadt mit. Dazu kommt noch eine Vielzahl von Reserve- und Althelfern, welche sich weiterhin dem THW in Darmstadt verbunden fühlen.