Gernsheim, 29.09.2018

Einsturzgefährdete Scheune in Gernsheim

Am Samstagabend (29.09.2018) unterstütze der Zugtrupp und die Bergungsgruppe 1 des Ortsverbandes Darmstadt ein seit Freitagabend andauernden Einsatz bei einer einsturzgefährdeten und denkmalgeschützten Scheuen in Gernsheim.

Nachdem am Vortag (28.09.2018) gegen 18 Uhr ein THW-Baufachberater von der Feuerwehr Gernsheim alarmiert wurde, um eine beschädigte Scheune zu beurteilen. Dieser stufte die Scheune als akut einsturzgefährdet ein. Daraufhin wurde der Technische Zug des Ortsverbandes Groß-Gerau alarmiert. Diese begannen mit den ersten Sicherungsarbeiten mittels einer Holzkonstruktion an den angrenzenden Wohngebäuden, um dieses vor Trümmereinschläge zu schützen. 

Wegen der Gefährdung wurden die Sicherungsarbeiten in der Nacht bis zum Morgen hin vorerst unterbrochen. Am Samstagmorgen wurden zur Ablösung der Zugtrupp und eine Bergungsgruppe vom Ortsverband Pfungstadt sowie der Teleskoplader der Fachgruppe Räumen des Ortsverbandes Bensheim und der Einsatzstellensicherungstrupp (ESS-Trupp) aus dem Ortverband Landau angefordert.

Mit Hilfe eines Arbeitskorbes am Teleskoplader begannen die Einsatzkräfte die Dachziegel und Dachlatten per Hand abzutragen, um so das Gewicht auf die angeschlagene Scheune zu reduzieren. Der ESS-Trupp überwachte während den Sicherungsarbeiten mit einem Vermessungsgeräte und einem Computer die einsturzgefährdete Scheune, um die Einsatzkräfte rechtzeitig vor einen möglichen Einsturz zu warnen.

Die andere Dachseite konnte aufgrund der eng bebauten Lage nicht mit dem Teleskoplader erreicht werden. Hierfür wurde ein Autokran angefordert, um mit einem Personenkorb die andere Dachseite zu erreichen. Gegen 16:00 Uhr wurde der Zugtrupp und eine Bergungsgruppe des Ortsverbandes Darmstadt zur Ablösung der Pfungstädter Einsatzkräfte angefordert. Die Darmstädter Einsatzkräfte führten mit dem Autokran die Arbeiten auf der anderen Dachseite fort und trugen Stück für Stück die Dachziegel und Dachlatten ab. 

Gegen 3:00 Uhr am Sonntagmorgen konnte der Einsatz nach 36 Stunden beendet werden. An der Einsatzstelle waren insgesamt fünf THW-Ortsverbände mit 65 Einsatzkräfte, das Deutsch Rote Kreuz aus Gernsheim und Biebesheim, die Feuerwehr Gernsheim und die Werkfeuerwehr Merck im Einsatz gewesen. 


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